HDS CTO Hu Yoshida über die Trends im Speichermarkt 2008
Frankfurt / Dreieich, 09. Januar 2008 —Nach Meinung von Hu Yoshida, CTO von Hitachi Data Systems, wird das Speicherjahr 2008 ganz unter dem Eindruck von zwei Entwicklungen stehen: Zum einen zwingt der Klimawandel die Unternehmen zum Nachdenken, zum anderen sorgen die Auswirkungen der US-Immobilienkrise, des hohen Ölpreises und des Dollar-Tiefs für Unsicherheit. Energieeffiziente Speichertechnologien, die zur Kosteneinsparung beitragen, werden entsprechend noch mehr an Bedeutung gewinnen. Die zehn wichtigsten Trends nach Yoshida für 2008:
1. Schärfere Regeln zum CO2-Ausstoß
Das gesteigerte Bewusstsein in Bezug auf den Klimawandel bedingt zunehmend gesetzliche
Regelungen zum CO2-Ausstoß. Ein beträchtlicher Teil der Emissionen ist auf den hohen
Strombedarf zurückzuführen – und davon schlucken Computer- und Netzwerke sowie
Speichersysteme in den Rechenzentren einen erheblichen Anteil. London und New York
sind nur zwei Beispiele für Mega-Cities, die fast am Ende ihrer Stromkapazitäten angelangt
sind und Rechenzentren auslagern müssen. Das verlangt nach Verbesserungen der ITEinrichtungen
und Investitionen in grüne Technologien.
2. Unsicheres weltwirtschaftliches Klima
Die Verschlechterung des Wirtschaftsklimas insbesondere in den USA wirkt sich auf die ITBudgets
aus. Eine bessere Auslastung von Speicher, aber auch Konsolidierungsstrategien
wie Virtualisierung, Daten-Deduplikation und Single-Instance-Store sind gefragt wie nie.
Diese Methoden unterstützen Unternehmen wesentlich, ihre Geschäftsprozesse effizienter
zu gestalten Auch landen Daten nun früher im Archiv, um die Produktivumgebung zu
entlasten.
3. Archivierung wird immer wichtiger
Das Wachstum von strukturierten (Datenbanken), halbstrukturierten (E-Mails, Websiten) und
unstrukturierten Daten hält weiter an. Gerade im Bereich der unstrukturierten Daten droht
eine regelrechte Datenlawine – das E-Mail-Aufkommen eines Unternehmens wird sich von
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derzeit 200 Megabyte auf geschätzte zwei Gigabyte erhöhen. Dazu kommen Daten von
RFID Tags, Smart Cards und Sensoren. Die Konsequenz: der Bedarf an neuartigen
Archivierungssystemen, die auf Petabyte-Ebene skalieren und Inhalte über verschiedene
Datentypen und -pools auffindbar machen können, steigt.
4. Vermeidung von ineffizientem Speicher
Speicher kann ineffizient sein: niedrige Auslastung, mehrfach vorhandene Daten, langsame
Zugriffsgeschwindigkeiten etc. Immer mehr von denselben alten Speicherarchitekturen
zuzukaufen ist keine Lösung. Gefragt sind neue Speichertechnologien, die in punkto
Performance, Konnektivität und Kapazität flexibel skalierbar sind und über Leistungen wie
Multi-Protokoll-Fähigkeit, übergreifende Suchfunktionen bei heterogenen Speicherarrays
sowie zentrales Management und entsprechende Sicherheitsvorrichtungen verfügen.
5. Schlüsselanforderung Datenmobilität
Weil Applikationen stets verfügbar sein sollen, muss die IT gewährleisten, dass Daten ohne
deren Beeinträchtigung verschoben werden können. Bisher wurde das über Data Mover
Software gelöst, aber das kostet Prozessorleistung und geht nur über langsame IP Links –
ein Problem vor allem beim Transfer großer Datenmengen. Besser ist ein Speichersystem,
dass die Daten über High Speed Fibre Channel Links verschiebt. Das garantiert eine
unterbrechungsfreie Migration während Upgrades auf neure und größere Speicher-Frames.
6. Speichervirtualisierung über den Controller
Die Speichervirtualisierung über den Controller wird in der Industrie als der einzig richtige
Ansatz für Speicherarrays gesehen. Analysten wie Dr. Kevin McIsaac von Intelligent
Business Research Services Pty sind der Ansicht, dass ein Netzwerk-basierter Ansatz
fehleranfälliger sei. Die Konsequenz daraus sei eine Infrastruktur auf Basis des kleinsten
gemeinsamen Nenners, sodass die Added-Value-Features der Arrays nicht genutzt werden
können. Ein Controller-basierter Ansatz hingegen nutzt die zahlreichen Funktionen der
Steuereinheit und verbessert damit die Funktionalität von niedrigpreisigen oder Legacy
Speicher-Arrays.
7. Services Oriented Storage
Im dynamischen Rechenzentrum der Zukunft wird Service Oriented Storage die Service
Oriented Architecture (SOA) bei den Applikationen und die Services Oriented Infrastructure
bei den Infrastrukturen erfolgreich ergänzen. SOA basiert auf einer Virtualisierungsschicht,
die von XML bereitgestellt wird. Diese ermöglicht den Anwendungen, Informationen zu teilen
und Services, beispielsweise die Rechnungslegung, gemeinsam zu nutzen. Service Oriented
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Infrastructure basiert auf einem Visualisierungs-Layer, den Produkte wie VMWare liefern.
VMWare ermöglicht Betriebssystemen, die Ressourcen einer Prozessorplattform zu teilen.
Ein Virtualisierungs-Layer in der Steuereinheit ermöglicht es anderen Speichersystemen,
ihre Services wie globaler Cache, Distance Replication, Tiered Storage und Thin
Provisioning zu nutzen.
8. Konvergenz von Content-, File- und Blockbasierten Speicherservices
An Stelle von separaten Speichersystemen für Content- (Archiv), File- und Block- Storage
wird es zur Konvergenz der Datentypen in einer gemeinsamen Virtualisierungsplattform
kommen. Hochverfügbare Cluster von Content- und File-Servern nutzen dann eine
gemeinsame Block-Virtualisierung-Services-Plattform, die zentral verwaltet wird. So können
Content- oder File-Server gemeinsame Block-Services wie Replikation über große Distanzen,
Thin Provisioning oder Virtualisierung heterogener Speichersysteme wirkungsvoll nutzen.
9. Thin Provisioning
Thin Provisioning sorgt für eine verbesserte Auslastung der Speicherressourcen und
verhindert die Verschwendung von zugeteilten, aber ungenutzten Speicherkapazitäten. Als
Service sollte Thin Provisioning über eine virtualisierte Speicherplattform zur Verfügung
stehen, sodass alle Elemente einer Speicherlandschaft durch die Virtualisierung von den
Vorteilen von Thin Provisioning profitieren können. So werden Betriebskosten gesenkt und
ein Beitrag zur Green IT geleistet.
10. Daten-Deduplikation
Um Daten-Deduplikation kommt kein Backup-Hersteller herum. Mit Deduplikation lässt sich
das Volumen des Datenstroms um das 20- bis 30fache reduzieren. Die damit verbundene
Kostenreduzierung macht das Speichern auf Platten zur bezahlbaren Alternative zu Tape –
mit den Vorteilen der höheren Zuverlässigkeit, Hochverfügbarkeit und Geschwindigkeit.
Weitere Formen der Deduplikation wie Single-Instant-Store für Archivierung und Copy-on-
Write für Snapshots werden zukünftig mehr eingesetzt.
Über Hitachi Data Systems:
Hitachi Data Systems bietet service-orientierte Speicherlösungen (SOSS), die dynamisches
Provisioning von heterogenem Speicher nach Bedarf eines Unternehmens ermöglichen. Dabei wird
der Speicher zentral durch die Speichervirtualisierungs-Software von Hitachi verwaltet. Als ein
wesentlicher Teil der Hitachi Storage Solutions Group bietet Hitachi Data Systems
Speicherinfrastruktur-Plattformen, Speichermanagement-Software und Speicher Consulting Services
an, die direkt und über indirekte Kanäle in über 170 Ländern und Regionen vertrieben werden. Zu den
Kunden gehören beinahe 60 Prozent der Fortune-100-Unternehmen. Weitere Informationen:www.hds.de.
Über Hitachi Ltd.:
Hitachi Ltd. (NYSE: HIT / TSE: 6501) mit Hauptsitz in Tokio ist einer der führenden Elektronikkonzerne
mit rund 384.000 Mitarbeitern weltweit. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2006 (mit
Ende 31. März 2007) konsolidierte Umsätze von 86,8 Milliarden US-Dollar. Hitachi Ltd. produziert und
vertreibt unter anderem Informationssysteme, elektronische Bauelemente, Energie- und
Industrieanlagen, Gebrauchsgüter sowie Werkstoffe. Zudem bietet Hitachi Ltd. Finanzdienstleistungen.
Weitere Informationen über Hitachi finden Sie unterhttp://www.hitachi.com.
Hitachi Data Systems GmbH
Dr. Georgios Rimikis
Tel: +49 / (0) 6103 / 804 – 1502
E-Mail:georgios.rimikis@hds.com
Maisberger Whiteoaks
Christine Greiner
Tel: +49 / (0) 89 / 419599-53
E-Mail: christine.greiner@maisberger.com
