HDS CTO Hu Yoshida über die Trends im Speichermarkt 2008
Dübendorf, 15. Januar 2008 —Nach Meinung von Hu Yoshida, CTO von Hitachi Data Systems, wird das Speicherjahr 2008 ganz unter dem Eindruck von zwei Entwicklungen stehen: Zum einen zwingt der Klimawandel die Unternehmen zum Nachdenken, zum anderen sorgen die Auswirkungen der US-Immobilienkrise, des hohen Ölpreises und des Dollar-Tiefs für Unsicherheit. Energieeffiziente Speichertechnologien, die zur Kosteneinsparung beitragen, werden entsprechend noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Aktuelle Ereignisse in Politik, Wirtschaft und Umwelt sind vor allem am Anfang eines neuen Jahres oft der Anstoss, um die Weichen für zukünftige Entwicklungen neu zu stellen. Hu Yoshida, Hitachi Data Systems’ visionärer CTO, hat dafür die zehn wichtigsten Trends für 2008 identifiziert:
1. Schärfere Regeln zum CO2-Ausstoss
Das gesteigerte Bewusstsein in Bezug auf den Klimawandel bedingt zunehmend gesetzliche Regelungen
zum CO2-Ausstoss. Ein beträchtlicher Teil der Emissionen ist auf den hohen Strombedarf zurückzuführen –
und davon schlucken Computer- und Netzwerke sowie Speichersysteme in den Rechenzentren einen
erheblichen Anteil. London und New York sind nur zwei Beispiele für Mega-Cities, die fast am Ende ihrer
Stromkapazitäten angelangt sind und Rechenzentren auslagern müssen. Das verlangt nach Verbesserungen
der IT-Infrastrukturen und Investitionen in grüne Technologien.
2. Unsicheres weltwirtschaftliches Klima
Die Verschlechterung des Wirtschaftsklimas insbesondere in den USA wirkt sich auf die IT-Budgets aus. Eine
bessere Auslastung der Speicher, aber auch Konsolidierungsstrategien wie Virtualisierung, Daten-
Deduplikation und Single-Instance-Store sind gefragt wie nie. Diese Methoden unterstützen Unternehmen
massgeblich, ihre Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten Auch landen Daten nun früher im Archiv, um die
Produktivumgebung zu entlasten.
3. Archivierung wird immer wichtiger
Das Wachstum von strukturierten (Datenbanken), halbstrukturierten (E-Mails, Webseiten) und unstrukturierten
Daten hält weiter an. Gerade im Bereich der unstrukturierten Daten droht eine regelrechte Datenlawine – das
E-Mail-Aufkommen eines mittleren Unternehmens wird sich von derzeit 200 Megabyte auf geschätzte zwei
Gigabyte erhöhen. Dazu kommen Daten von RFID Tags, Smart Cards und Sensoren. Die Konsequenz: Der
Bedarf an neuartigen Archivierungssystemen, die auf Petabyte-Ebene skalieren und Inhalte über verschiedene
Datentypen und -pools auffindbar machen können, steigt.
4. Vermeidung von ineffizientem Speicher
Speicher können ineffizient sein: niedrige Auslastung, mehrfach vorhandene Daten, langsame Zugriffsgeschwindigkeiten
- die Reihe lässt sich fortsetzen. Immer mehr von denselben alten Speicherarchitekturen
zuzukaufen ist keine Lösung. Gefragt sind neue Speichertechnologien, die in punkto Performance,
Konnektivität und Kapazität flexibel skalierbar sind und über Leistungen wie Multi-Protokoll-Fähigkeit,
übergreifende Suchfunktionen bei heterogenen Speicherarrays sowie zentrales Management und
entsprechende Sicherheitsvorrichtungen verfügen.
5. Schlüsselanforderung Datenmobilität
Weil Applikationen stets verfügbar sein sollen, muss die IT gewährleisten, dass Daten ohne deren Beeinträchtigung
verschoben werden können. Bisher wurde das über Data Mover Software gelöst, aber das kostet
Prozessorleistung und geht nur über langsame IP Links – ein Problem vor allem beim Transfer grosser
Daten-mengen. Besser ist ein Speichersystem, das die Daten über High Speed Fibre Channel Links
verschiebt. Das garantiert eine unterbrechungsfreie Migration während Upgrades auf neuere und grössere
Speicher-Frames.
6. Speichervirtualisierung über den Controller
Die Speichervirtualisierung über den Controller wird in der Industrie als der einzig richtige Ansatz für
Speicherarrays gesehen. Analysten wie Dr. Kevin McIsaac von Intelligent Business Research Services Pty sind
der Ansicht, dass ein Netzwerk-basierter Ansatz fehleranfälliger sei. Die Konsequenz daraus sei eine
Infrastruktur auf Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners, sodass die Added-Value-Features der Arrays
nicht genutzt werden können. Ein Controller-basierter Ansatz hingegen nutzt die zahlreichen Funktionen der
Steuereinheit und verbessert damit die Funktionalität von niedrigpreisigen oder Legacy Speicher-Arrays.
7. Services Oriented Storage
Im dynamischen Rechenzentrum der Zukunft wird Service Oriented Storage die Service Oriented Architecture
(SOA) bei den Applikationen und die Services Oriented Infrastructure bei den Infrastrukturen erfolgreich
ergänzen. SOA basiert auf einer Virtualisierungsschicht, die von XML bereitgestellt wird. Diese ermöglicht den
Anwendungen, Informationen zu teilen und Services, beispielsweise die Rechnungslegung, gemeinsam zu
nutzen. Service Oriented Infrastructure basiert auf einem Visualisierungs-Layer, den Produkte wie VMWare
liefern. VMWare ermöglicht Betriebssystemen, die Ressourcen einer Prozessorplattform zu teilen. Ein
Virtualisierungs-Layer in der Steuereinheit ermöglicht es anderen Speichersystemen, ihre Services wie globaler
Cache, Distance Replication, Tiered Storage und Thin Provisioning zu nutzen.
8. Konvergenz von Content-, File- und Blockbasierten Speicherservices
Anstelle von separaten Speichersystemen für Content- (Archiv), File- und Block-Storage wird es zur
Konvergenz der Datentypen in einer gemeinsamen Virtualisierungsplattform kommen. Hochverfügbare
Cluster von Content- und File-Servern nutzen dann eine gemeinsame Block-Virtualisierung-Services-
Plattform, die zentral verwaltet wird. So können Content- oder File-Server gemeinsame Block-Services wie
Replikation über grosse Distanzen, Thin Provisioning oder Virtualisierung heterogener Speichersysteme
wirkungsvoll nutzen.
9. Thin Provisioning
Thin Provisioning sorgt für eine verbesserte Auslastung der Speicherressourcen und verhindert die
Verschwendung von zugeteilten, aber ungenutzten Speicherkapazitäten. Als Service sollte Thin Provisioning
über eine virtualisierte Speicherplattform zur Verfügung stehen, damit alle Elemente einer Speicherlandschaft
durch die Virtualisierung von den Vorteilen von Thin Provisioning profitieren können. So werden
Betriebskosten gesenkt und ein Beitrag zur Green IT geleistet.
10. Daten-Deduplikation
Um Daten-Deduplikation kommt kein Backup-Hersteller herum. Mit Deduplikation lässt sich das Volumen des
Datenstroms um das 20- bis 30fache reduzieren. Die damit verbundene Kostenreduzierung macht das
Speichern auf Platten zur bezahlbaren Alternative zu Tape – mit den Vorteilen der höheren Zuverlässigkeit,
Hochverfügbarkeit und Geschwindigkeit. Weitere Formen der Deduplikation wie Single-Instant-Store für
Archivierung und Copy-on-Write für Snapshots werden zukünftig mehr eingesetzt.
Über Hitachi Data Systems:
Hitachi Data Systems ist einer der führenden Anbieter von Speicherhardware und -software, Speicherlösungen und -services für grosse
Unternehmen ebenso wie für KMUs. Als 100%ige Tochter von Hitachi Ltd. (NYSE: HIT), Japans grösstem Elektronikkonzern, bietet Hitachi
Data Systems die technologische Infrastruktur für Unternehmen, die höchste Datenaufkommen zu bewältigen haben. Die Produktpalette
ist klar auf offene, auf anerkannten Standards basierende Speicherumgebungen ausgerichtet und ergänzt sich nahtlos mit den
hochwertigen Technologien von zahlreichen Industrie- und Vertriebspartnern. Hitachi Data Systems ist mit 2’900 Mitarbeitern in 170
Ländern auf 5 Kontinenten tätig. Der weltweite Kundenkreis umfasst mehr als die Hälfte der Fortune 100 Unternehmen.
Die Schweizer Niederlassung mit Hauptsitz in Dübendorf sowie Zweigstellen in Plan-les-Ouates und Zollikofen steht unter der Leitung von
Sam Benaroche. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hds.com/ch
Über Hitachi, Ltd.:
Hitachi Ltd. (NYSE: HIT) mit Hauptsitz in Tokio, Japan, ist einer der weltweit führenden Elektronikkonzerne. Das Unternehmen zählt global
rund 356’000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Fiskaljahr 2005 (per 31. März 2006) konsolidierte Umsätze von 9'464 Milliarden Yen ($ 80.9
Milliarden). Hitachi produziert und vermarktet eine breite Produktpalette, von Computern über Halbleiter bis hin zu
Unterhaltungselektronik, Energie- und Industrieanlagen. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte http://www.hitachi.com.
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